Kreisfeuerwehrverband
Frankfurt am Main 1869 e.V.

„Unser Ziel heißt Innovation!“

Endlich: Bundesrat bringt globale Warnung der deutschen Bevölkerung auf den Weg!

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Bundesrat ermöglicht Warnung über Cell Broadcast
DFV-Präsident Banse begrüßt Erweiterung des Warnmittelmixes

Berlin - Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung eine Regierungsverordnung zum so genannten Cell Broadcast beschlossen. Diese Technologie soll es ermöglichen, im Katastrophenfall schneller Warnungen über Mobilfunknetze zu verbreiten, ohne dass hierfür spezielle Apps wie NINA oder KatWarn installiert sein müssen. Warnungen über Cell Broadcast erreichen automatisch alle Mobilfunkteilnehmer, die mit ihrem Endgerät in einer Mobilfunkzelle eingebucht sind. „Wir begrüßen diese Erweiterung des Warnmittelmixes, mit dem die Behörden die Bevölkerung erreichen können“, erklärte Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Banse bekräftigte vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe im Juli 2021 aber auch, dass die Warnung der Bevölkerung etwa bei Großschadenslagen oder Katastrophen breit aufgestellt sein müsse: „Nicht jeder ist immer über ein Smartphone erreichbar; hier müssen digitale und analoge Medien gemeinsam am Start sein.“

Der DFV-Präsident betonte auch die Bedeutung der Aufklärung der Bevölkerung zum Verhalten in Notfällen: „Wir haben dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Gesprächen das Netzwerk der Feuerwehren mit ihrer langjährigen Erfahrung in Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung angeboten, um hier möglichst viele Menschen fachgerecht zu informieren.“

Rechtsgrundlage für die Verordnung ist eine Änderung im Telekommunikationsgesetz, die Bundestag und Bundesrat bereits im Sommer verabschiedet hatten und die nach Angaben des Bundesrates zum 1. Dezember 2021 in Kraft tritt. „Bevor mit der Umsetzung der neuen gesetzlichen Pflichten der Mobilfunkbetreiber und insbesondere mit der Implementierung der Cell-Broadcast-Technologie in den öffentlichen Mobilfunknetzen begonnen werden kann, sind nach Angaben der Bundesregierung zunächst konkretisierende Anforderungen des gesetzlich geforderten Leistungsumfangs und Rahmenbedingungen festzulegen“, heißt es seitens des Bundesrates. Ziel sei es, Planungssicherheit für die betroffenen Unternehmen herzustellen und die fehlerfreie Aussendung von Warnungen an die Mobilfunkendgeräte zu gewährleisten.

Später folgen noch weitere technische Detailregelungen in einer Technischen Richtlinie der Bundesnetzagentur. Die Verordnung soll am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Wann dies geschieht, entscheidet die Bundesregierung, da sie die Veröffentlichung organisiert. Weitere Informationen auf der Bundesrats-Webseite: https://www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/21/1012/1012-pk.html#top-14.

"Nachbrenner" zur Flutkatastrophe 2021:

Der Deutsche Feuerwehrverband ist Mitinitiator der 60-köpfigen Expertenkommission „Starkregen“, die mit der Aufarbeitung des Gesamteinsatzes im Sommer beauftragt wurde. Der Expertenkommission gehören neben Angehörigen von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Polizei, Behörden und Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern auch Wissenschaftler verschiedener Hochschulen an. In einer ersten Zusammenfassung haben die Kommissionsmitglieder 15 wichtige Punkte als Erkenntnisse aus dem Einsatzverlauf aufgelistet:https://www.feuerwehrverband.de/katastrophenschutz-braucht-dringend-ein-update/.

10 wertvolle Tipps für die kommende Adventszeit

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Unsere zehn Feuerwehr-Tipps für Ihre sichere Adventszeit
DFV/KFV: Sorgsamerer Umgang mit Kerzen kann Brände vermeiden

Berlin/Frankfurt - Die Feuerwehren in Deutschland informieren zu diesem ersten Adventswochenende über die Brandrisiken in der Vorweihnachtszeit: „Unachtsamkeit etwa beim Umgang mit dem Adventskranz ist in dieser Zeit eine der häufigsten Ursachen für Zimmer- und Wohnungsbrände“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Er appelliert an die Umsicht der Bürger, Feuergefahren zu minimieren: Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland in der Adventszeit zahlreiche Brände, die durch den sorgsameren Umgang mit Kerzen vermieden werden könnten.
 
Hier unsere zehn Tipps für Ihre sichere Adventszeit:

  1. Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen: Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins! Lassen Sie vor allem Kinder nicht mit offenen Flammen alleine. Vielfach konnte keine Brandschutzerziehung in Präsenz etwa in Kindergärten durchgeführt werden – sprechen Sie mit Kindern stets über das richtige Verhalten im Umgang mit Kerzen.
  2. Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.
  3. Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) auf. Auch beim zusätzlichen Lüften sollte der Standort der Kerzen sicher sein.
  4. Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.
  5. Entzünden Sie Kerzen am Weihnachtsbaum von oben nach unten; löschen Sie sie in umgekehrter Reihenfolge ab.
  6. Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und am Weihnachtsbaum rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
  7. Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.
  8. Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
  9. Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.
  10. Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel oder beim Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes unter www.feuerwehrversand.de.

*** Corona-Krise: eindringlicher Appell des Deutschen Feuerwehr-Verbandes! ***

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Appell: Gegen Corona und Grippe impfen lassen!
DFV-Präsident fordert kurzfristige Organisation von Booster-Impfungen für Feuerwehrangehörige

Berlin. - „Feuerwehrangehörige, die sich sowohl die Corona-Auffrischungsimpfung als auch die Grippeschutzimpfung geben lassen, sorgen für die weiter bestehende Einsatzfähigkeit der Feuerwehren auch in der kalten Jahreszeit“, appelliert Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). „Sich impfen zu lassen ist Ausdruck unseres Verantwortungsbewusstseins und ein Pakt der Solidarität, denn wir schützen nicht nur uns, sondern auch die Menschen um uns herum, insbesondere die Risiko- und vulnerablen Gruppen. Letztlich ist auch unser Engagement in den Feuerwehren von dieser Impfsolidarität abhängig“, ergänzt DFV-Bundesfeuerwehrarzt Medizinaldirektor Klaus Friedrich.

Der DFV-Präsident fordert die verantwortlichen Stellen auf, den Feuerwehrangehörigen die Booster-Impfung gegen Sars-CoV-2 zur Verfügung zu stellen: „Zu Jahresbeginn gab es aufgrund von Impfstoffmangel eine Priorisierung, bei der die Feuerwehrangehörigen nicht komplett praxisgerecht eingeordnet wurden. Nun müssen die Landkreise und kreisfreien Städte die Auffrischungsimpfungen für Feuerwehrangehörige kurzfristig und unproblematisch organisieren!“

Bundesfeuerwehrarzt Friedrich erklärt, dass Feuerwehrangehörige, die im Rettungsdienst, als First Responder, bei Unterstützungseinsätzen für den Rettungsdienst (beispielsweise bei Erster Hilfe oder Drehleiterunterstützung) oder bei Einsätzen der Technischen Hilfeleistung direkten Patientenkontakt regelmäßig haben, gemäß der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG und DGUV Vorschrift 49 zu priorisieren sind. Eine dritte Corona-Impfung sollte Feuerwehrangehörigen dringend und priorisiert aufgrund einer systemrelevanten Funktion zur Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen angeboten und ermöglicht werden.

Der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt die Grippeschutzimpfung als Ergänzung des Impfschutzes von Feuerwehrangehörigen schon seit Jahren. „Die Influenza könnte gerade in dieser Saison heftig ausfallen, weil viele Menschen im letzten Winter ihren Immunschutz nicht durch eine (meist asymptomatisch verlaufende) Grippe auffrischen konnten“, erläutert Friedrich. Weil die Grippeviren sehr wandlungsfähig sind, ist eine jährliche Schutzimpfung erforderlich.

Die ausführliche Empfehlung des DFV-Bundesfeuerwehrarztes steht unter https://newslettertogo.com/f9ocy15z-brn39lli-lfw03f5e-tpl. online. Dort stehen auch umfängliche Informationen sowie Lagebilder zur Coronalage zur Verfügung.

Pressekontakt: Silvia Oestreicher, Telefon (030) 28 88 48 8-23, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Twitter @FeuerwehrDFV, http://www.facebook.com/112willkommen.
Alle DFV-Presseinformationen finden Sie unter http://www.feuerwehrverband.de/aktuelles.

DAK-Wettbewerb "Gesichter für ein gesundes Miteinander" 2021 - JETZT mitmachen!

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Hallo liebe Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, liebe Feuerwehrfreundinnen und -freunde, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

2020 haben sich rund 400 Projekte am DAK-Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ beteiligt! "Die große Resonanz und die anhaltende Corona-Pandemie bestätigen uns, die erfolgreiche Kampagne auch 2021 fortzusetzen. COVID-19 hat weiterhin massive Auswirkungen auf unser Leben. Unser Wettbewerb soll zeigen, wie wichtig Zusammenhalt und Miteinander für unsere Gesundheit sind", so die DAK als Gesundheitspartner des Kreisfeuerwehrverbandes Frankfurt am Main e.V.. In unserem Land gibt es viele Projekte und Initiativen, die sich für Gesundheitsförderung und Prävention in ihrer Lebenswelt einsetzen - teilweise schon seit vielen Jahren und die DAK-Gesundheit ist stets dabei. Die "Gesichter" hinter den Projekten leisten damit einen großartigen, in der Regel ehrenamtlichen Beitrag für ein gesundes Miteinander!

Die DAK-Gesundheit möchte mit ihrem beliebten Wettbewerb all diesen tollen und engagierten Menschen -gerade auch in diesem zweiten Jahr der Corona-Pandemie- eine Bühne geben und herzlich DANKE für ihr ehrenamtliches Tun in unserer Gesellschaft sagen! Checkt die Wettbewerbspräsentation (Anlage) - sucht Euch Euer "Gesicht 2021" und macht mit - unser Kooperationspartner DAK-Gesundheit freut sich über viele Vorschläge.

Die Presse- und Medienarbeit (PUMA) des Kreisfeuerwehrverbandes wünscht allen Einsendern ein glückliches Händchen und viel Erfolg!

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Direktor der Branddirektion Frankfurt am Main im Vorstand des Deutschen Feuerwehr-Verbandes

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Karl-Heinz Frank und Lars Oschmann als DFV-Vizepräsidenten gewählt

Digitale Delegiertenversammlung: Impfappell des Präsidenten, Impuls zu Folgen von Fake-news, Auswertung der Starkregenereignisse

Berlin. - Karl-Heinz Frank und Lars Oschmann sind im Rahmen der digital stattfindenden 68. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) als Vizepräsidenten gewählt worden. Insgesamt waren 161 von 172 Delegierten virtuell präsent; hinzu kamen 50 Gäste.

Der 49-jährige Lars Oschmann aus Thüringen setzte sich im ersten Wahlgang mit 62,75 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen die 50-jährige Birgit Kill (Nordrhein-Westfalen) und den 43-jährigen Sascha Guzy (Berlin) durch. Oschmann ist Fachanwalt für Strafrecht und bereits seit 2016 DFV-Vizepräsident für die Freiwilligen Feuerwehren. Im Präsidium ist er verantwortlich für die Themen Technik sowie Sozialwesen und Psychosoziale Unterstützung.

Der 54-jährige Karl-Heinz Frank, Leiter der Feuerwehr Frankfurt am Main (Hessen), wurde einstimmig als neuer DFV-Vizepräsident für die Bundesgruppe Berufsfeuerwehr gewählt. Der Diplom-Forstwirt engagiert sich im europäischen Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz sowie im Erkundungs- und Koordinierungs-Team (UNDAC) der Vereinten Nationen.

Satzungsänderung: Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung

Durch eine Satzungsänderung bekennt sich der Deutsche Feuerwehrverband nun dezidiert auch in seiner Rechtsordnung zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen sowie diskriminierenden Bestrebungen entgegen. Auch die Rahmenbedingungen für Gremiensitzungen ohne Anwesenheit am Versammlungsort und die Stimmrechtsausübung im Wege der elektronischen Kommunikation sind festgeschrieben worden.

Impfappell, Feuerwehren im Bevölkerungsschutz und Stärkung des Ehrenamts

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse dankte in seiner Rede allen Feuerwehrangehörigen „für die Aufrechterhaltung unserer Aufgaben und Ziele trotz und gerade wegen Corona“. Er appellierte, sich sowohl gegen Corona als auch gegen die Grippe impfen zu lassen. Die Landkreise und kreisfreien Städte forderte er auf, die Booster-Impfung für die Einsatzkräfte kurzfristig und unproblematisch zu organisieren.

Als ein politisches Verbandsziel formulierte der DFV-Präsident die Mitwirkung der Feuerwehren in der Neustrukturierung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). „Die Feuerwehren müssen im Leitungsgremium des geplanten Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz permanent vertreten sein“, so Banse. Der Deutsche Feuerwehrverband hat dem BBK die aktive Unterstützung bei der Warnung der Bevölkerung durch Aufklärungsarbeit über die Feuerwehrangehörigen in der Brandschutzerziehung und -aufklärung angeboten.

An die künftige Bundesregierung gewandt, forderte Banse zudem die nachhaltige und leistungsgerechte Stärkung des Ehrenamtes. „Hier müssen auch für die einzelne Kameradin und den einzelnen Kameraden klare Zeichen gesetzt werden: Geprüft werden muss die Einführung von Steuerfreibeträgen als Ausgleich für die mit dem Ehrenamt privat aufzubringenden Kosten, die Berücksichtigung der oftmals jahrzehntelangen Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit durch die Gewährung von zusätzlichen Rentenpunkten und die Festsetzung der Steuerfreibeträge auf Aufwandsentschädigungen unserer Funktionsträger.“

Erste Auswertung der Starkregenereignisse des Sommers 2021

Die Starkregen- und Hochwasserereignisse im vergangenen Sommer waren ein weiterer Schwerpunkt der Delegiertenversammlung. Bereits in der Totenehrung hatte die DFV-Bundesbeauftragte für Feuerwehrseelsorge, Erneli Martens, erinnernde Worte gefunden: „Heute gedenken wir der Toten. Wir danken ihnen für ihren Mut. Wir danken ihnen für den Einsatz all ihrer Kraft. Ja, wir danken ihnen, dass sie in den Einsatz gegangen sind. Wir beklagen ihren Verlust. Und wir bleiben mit ihnen verbunden – auf eine besondere Weise.“

Während und auch direkt nach der Flutkatastrophe hatte der Deutsche Feuerwehrverband übereilte Forderungen ohne Auswertung verurteilt. Zwischenzeitlich hat der Fachverband gemeinsam mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) eine Expertenkommission ins Leben gerufen. „Uns geht es um eine sachliche Aufarbeitung und Reflexion des Einsatzes. Es gilt – im positiven wie auch im negativen Sinne – Fakten darzustellen, die für eine Anpassung und Weiterentwicklung unseres Hilfeleistungssystems geeignet“, erläuterte DFV-Präsident Karl-Heinz Banse.

Dr. Ulrich Cimolino, Vorsitzender der Expertenkommission Starkregen 2021, erläuterte die 15 Punkte, die als erste Erkenntnisse einer Umfrage unter Beteiligung von knapp 2.500 Einsatzkräften zusammengestellt worden sind. Diese Punkte reichten von der Bedeutung ehrenamtlicher Strukturen für eine schnelle, flächendeckende und tief reichende Gefahrenabwehr in Deutschland über Führungssystem und -ausstattung, Einbindung und Steuerung von Spontanhelfern und privater Ressourcen, Technik in Kommunikation, Fahrzeug und Gerät, Medienarbeit, Stärkung der Versorgungs- und Durchhaltefähigkeit, Regelung und Ausbildung des Einsatzes von Luftfahrzeugen, Ausbildung und Bedarfsplanung bis hin zum Umgang mit Spenden und erkannten Forschungs- und Innovationsbedarfen. Details sind unter https://newslettertogo.com/f9ocy15z-52nlyvaq-hanjhqon-113q. Klicken oder tippen Sie, wenn Sie diesem Link Vertrauen." data-auth="Verified" data-linkindex="5">https://www.feuerwehrverband.de/katastrophenschutz-braucht-dringend-ein-update/ veröffentlicht.

Impuls zu Auswirkungen von Fake-news auf Ehrenamt und Gemeinwesen

Politikwissenschaftler Dr. Florian Hartleb gab in seinem Vortrag „Fake-news und Desintegration. Folgen für das Ehrenamt und das Gemeinwesen“ einen Überblick über die Auswirkungen und die Instrumentalisierung von Falschnachrichten. „Fake-news sind längst zu einer Herausforderung für die Feuerwehr geworden. Das zeigen konkrete Beispiele, etwa von diesem Sommer bei Falschmeldungen in Hochwassergebieten oder die via What‘sApp verbreitete Nachricht, die Feuerwehr wolle in Privatwohnungen checken, inwiefern sich der Corona-Virus verbreite“, erklärte der Wissenschaftler.

Er forderte: „Wir brauchen ,Rauchmelder‘ gegen Fake-news-Brände, in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen. Hier hilft Medienkompetenz ganz entscheidend, damit wir uns als Feuerwehrmitglieder, aber auch als Staatsbürger, im täglichen Informations-Overkill zurechtfinden können.“ Die Covid-19-Pandemie habe nicht unbedingt zu mehr gesellschaftlicher Solidarität geführt. Umso wichtiger sei es in diesen Zeiten, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu verbessern. Hier müssten die tiefgehenden gesellschaftlichen Wandlungsprozesse, etwa durch Migration, Klima und die digitale Transformation, umfassend berücksichtigt werden.

Hartleb war selbst lange Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr in Passau aktiv. Seine Forschungsschwerpunkte sind Populismus, Parteien, Rechtsextremismus und politische Führung sowie Digitalisierung. Er ist seit mehr als einem Jahr als externer Sachverständiger Mitglied der vom niedersächsischen Landtag eingesetzten Enquetekommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“. Dr. Florian Hartleb ist aktuell in den Beirat des Deutschen Feuerwehrverbandes berufen worden.

Aktueller Einblick in Planungen zu 29. Deutschen Feuerwehrtag & Interschutz

DFV-Vizepräsident Frank Hachemer berichtete zum Sachstand des 29. Deutschen Feuerwehrtages und der Interschutz, die nach zweimaliger Verschiebung nun 2022 stattfinden sollen: „Wir passen die Planung dynamisch an, um weiter vor der Lage zu bleiben.“ Geplant sind als Veranstaltungen unter anderem ein Zukunftskongress, ein Symposium zum Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte sowie die internationale Vernetzung. Der Feuerwehrverband, seine Mitglieder und Partner werden im Rahmen der Weltleitmesse Interschutz in Hannover einen großen Gemeinschaftsstand mit Leben und Inhalt füllen.

Da die Veranstaltung aus einem Studio in Berlin gesendet wurde, sprach Frank Scholz, stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Berlin, ein Grußwort und dankte allen Verbandsakteuren für ihre Arbeit: „Wir können unsere Arbeit nicht ohne Unterstützung leisten.“

Der Deutsche Feuerwehrverband dankt der Daimler AG sowie der Telekom Deutschland GmbH für die freundliche Unterstützung.

Bilder der 68. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes werden unter https://newslettertogo.com/f9ocy15z-52nlyvaq-jzknod82-19u8. Klicken oder tippen Sie, wenn Sie diesem Link Vertrauen." data-auth="Verified" data-linkindex="6">https://www.feuerwehrverband.de/presse/bilder/ zur Verfügung gestellt.
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