Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main 1869 e.V.

„Unser Ziel heißt Innovation!“

Das lange Warten hat ein Ende: FF Hausen zieht in neues Feuerwehrhaus

Feuerwehr FF-HausenNach Heddernheim in der vergangenen Woche bekommt jetzt auch die Freiwillige Feuerwehr Hausen ihr neues Feuerwehrhaus. Die systematische Modernisierung der Standorte der Freiwilligen Feuerwehren dürfte sich positiv auf die Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung auswirken – und kann idealerweise auch der Berufsfeuerwehr motivierte und gut ausgebildete Kräfte bescheren.

Schlüsselübergabe für das neue Feuerwehrhaus Am Ellerfeld im kleinen nordwestlichen Stadtteil von Frankfurt, Hausen. Friedrich Lamp, stellvertretender Wehrführer hier, führt Sicherheitsdezernent Markus Frank stolz über das Grundstück, zeigt Fahrzeughalle und die großzügigen Räumlichkeiten: „Jetzt haben wir endlich richtig gut Platz zum Üben und Arbeiten“. Er gehe auch davon aus, dass die Stadtteilwehr in nächster Zeit neue Mitglieder gewinnen werde, Anfragen gebe es jetzt schon.

Die neue Unterkunft ist viel großzügiger und entspricht damit heutigen baulichen Vorgaben – und der Zeit. Im Gebäude sind Umkleideräume, eine kleine Werkstatt, Büros, Schulungsräume sowie eine Küche. Besonders wichtig findet Lamp auch den eigenen Raum für die Jugend- und Mini-Feuerwehr. Die Kinder- und Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehren ist in den vergangenen Jahren immer anspruchsvoller und wichtiger geworden, sind sich Dezernent und der langjährige ehrenamtliche Feuerwehrmann einig.

„Die Unterstützung einer engagierten Jugendarbeit zur Nachwuchsförderung, die insbesondere bei den Freiwilligen Feuerwehren geleistet wird, hat für uns in Frankfurt am Main große Bedeutung“, erklärt Stadtrat Markus Frank. „Das ist neben unmittelbaren einsatztaktischen Gesichtspunkten auch ein Grund, warum wir die Feuerwehrhäuser der Stadtteilwehren nach und nach modernisieren.“ Von der Gewinnung und Ausbildung feuerwehrbegeisterter junger Menschen profitiere am Ende idealerweise auch die Berufsfeuerwehr.

Der Bedarf an neuen, fähigen und motivierten Kräften dort ist groß und wird mit der stets wachsenden Stadt weiter steigen, wie der stellvertretende Amtsleiter der Branddirektion, Thomas Jackel erläutert: „Wir haben jedes Jahr 75 Ausbildungsplätze zu besetzen und der Wettbewerb um gute, engagierte Leute ist hart.“ Neben dem Einstieg nach der Berufsausbildung oder dem Studium biete die Feuerwehr Frankfurt mit der Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann deshalb mittlerweile auch direkt nach der Schule eine gute Perspektive.

Junge Menschen aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr, die schon den Bezug zum Feuerwehrwesen haben, seien dabei sehr willkommen, hebt Jackel hervor: „Voraussetzung ist natürlich, dass die Stadt durch das Bereitstellen von guter Infrastruktur auch den Bereich der Freiwilligen Feuerwehr attraktiv hält. Dem tragen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt mit den Bauprogrammen für Feuerwehrgerätehäuser seit Jahren in vorbildlicher Weise Rechnung.“

„Der Neubau in Hausen ist ein weiterer Meilenstein bei der Umsetzung des sogenannten Prioritätenprogramms“, erläutert Stadtrat Frank und unterstreicht: „Ich bin den Frankfurter Stadtverordneten sehr dankbar, dass sie in 2017 bereits die 2. Fortschreibung dieses Investitionsprogramms in die bauliche Infrastruktur unserer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen haben“. Nach der Situationsanalyse wurden je nach baulichem Zustand und Platzverhältnissen der Feuerwehrgerätehäuser Bau- und Sanierungsmaßnahmen festgelegt. Meist ist die Suche nach einem geeigneten Grundstück die größte Hürde.

Dafür sind Planungs- und Bauzeiten aufgrund eines einheitlichen Raumprogramms und der mittlerweile großen Erfahrung der Bauherrin, der Grundstücksgesellschaft der Berufsfeuerwehr (BKRZ), vergleichsweise kurz. Rund 2,5 Mio. Euro hat der Neubau in Hausen gekostet. „Das ist in mehrfacher Hinsicht eine gute Investition in die Zukunft“, resümiert Feuerwehrdezernent Markus Frank.