Kreisfeuerwehrverband
Frankfurt am Main 1869 e.V.

„Unser Ziel heißt Innovation!“

Führungswechsel bei der Feuerwehr Frankfurt

Verantwortung für rund 900 ehrenamtliche Einsatzkräfte – Daniel De Marco folgt auf Dirk Rübesamen

2026 03 14 DF Feuerwehr 0117HARHEIM (RED/BT) Beim Kreisfeuerwehrverbandstag in Harheim stand ein bedeutender personeller Wechsel im Mittelpunkt: Nach zehn Jahren im Amt verabschiedete sich Stadtbrandinspektor Dirk Rübesamen aus seiner Funktion. Altersbedingt endete damit eine prägende Amtszeit, in der er die Arbeit der 28 freiwilligen Feuerwehren mit rund 900 Einsatzkräften maßgeblich mitgestaltet hat.

Zu seinem Nachfolger wurde Daniel De Marco gewählt. Der 51-Jährige, bislang stellvertretender Stadtbrandinspektor, setzte sich bei der Wahl durch und übernimmt künftig die verantwortungsvolle Aufgabe an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt.

Rübesamen, der seit 1975 der Feuerwehr angehört und seit 2016 als Stadtbrandinspektor tätig war, wurde im Rahmen der Veranstaltung für seinen außergewöhnlichen Einsatz gewürdigt. Amtsleiter Markus Röck und Dezernentin Annette Rinn dankten ihm für sein langjähriges Engagement und seine klare Haltung – auch in kritischen Diskussionen mit der Stadtpolitik.

Neben dem Wechsel an der Spitze verabschiedete sich auch Presseverantwortlicher Dr. h.c. Markus Heuser aus seinem Amt. Er hat die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr über 30 Jahre mit Herzblut und großem Engagement geprägt. Gemeinsam mit Dirk Rübesamen erhielt er die Ehrenmitgliedschaft.

Der Kreisfeuerwehrverbandstag bot damit nicht nur Raum für Rückblick und Ausblick, sondern vor allem für Anerkennung und Dank gegenüber Persönlichkeiten, die die Frankfurter Feuerwehr über viele Jahre geprägt haben. Viele Urkunden und Medaillen fanden ihre verdienten Träger.

 

Hessen erhöht Altersgrenze für Feuerwehrleute

Wiesbaden. – Hessens ehrenamtliche Feuerwehrleute dürfen künftig länger aktiv sein. Ihre Altersgrenze steigt von 65 auf 67 Jahre. Diese Neuregelung im Brand- und Katastrophenschutzgesetz hat der Landtag in Wiesbaden beschlossen. Die Verschiebung der Altersgrenze ist freiwillig. „Wir gehen damit mit der Zeit, stärken die Einsatzabteilungen“, erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU). Gut 2400 Freiwilligen Feuerwehren gibt es derzeit in Hessen. 

Zugleich verabschiedete der Landtag mit den Stimmen von CDU und SPD das Kommunale Flexibilisierungsgesetz, abgekürzt „KommFlex“. Dabei geht es um weniger Papier, schnellere Verfahren und kostengünstigere Lösungen für Gemeinden, Bürger und Unternehmen. Kommunen bekommen mehr Freiheiten. Unter anderem können sich Städten, Gemeinden und Kreise – auf Antrag – für bis zu vier Jahre von landesrechtlichen Standards befreien lassen. Landkreise und die zugehörigen Gemeinden dürfen künftig gemeinsame Verwaltungs- und Ordnungsbehörden bilden. LHE

Technischer Prüfdienst Hessen: 19 Feuerwehrhäuser sind mangelhaft

Branddirektion hat großen Sanierungsbedarf – älteste Wache wird 2027 erneuert

Von 2027 soll die Feuer- und Rettungswache in der Heinrichstraße saniert und teils neu gebaut werden. © Rolf OeserFrankfurt. - Fast die Hälfte der Feuerwehrhäuser in Frankfurt sind nach Einschätzung des Technischen Prüfdienstes Hessen mangelhaft. Dieses Urteil fällten die Prüfer bei 19 der 40 Unterkünfte von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren. Zwar wurden überall die Mängel beseitigt oder Lösungen geschaffen, allerdings ist der Investitionsbedarf hoch.

Berufsfeuerwehr: Fast alle Wachen schon neu

Der Zustand der Häuser wird in einem Bericht des Magistrats auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hin deutlich. Von den zwölf Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr und 28 Häusern der Freiwilligen Wehren seien von 2020 bis 2024 19 als mangelhaft eingestuft worden und zehn als „arbeitsfähig mit Defiziten“. Bei 9 der 19 mangelhaften Feuerwehrhäuser seien die Mängel „mittlerweile beseitigt“, heißt es vom Magistrat. Für die übrigen zehn seien mit der Unfallkasse „abgestimmte Handlungsempfehlungen“ sowie mit dem Bereich Arbeitssicherheit der Stadt „bauliche Maßnahmen“ festgelegt worden. 

Die Umsetzung befinde sich „in Bearbeitung“ durch die Infrastruktur-Unternehmen der Branddirektion, die Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG (BKRZ). Überall dort, wo Mängel „durch örtliche Gegebenheiten“ nicht behoben werden könnten, gebe es „organisatorische Maßnahmen“ – etwa wenn Parkplätze für Einsatzkräfte oder ein Jugendraum fehlten. „Die abschließende Mängelbeseitigung kann in diesen Fällen nur durch die Errichtung eines Neubaus erfolgen“, erklärt der Magistrat. 

Das sei bereits im Neubau-Prioritätenprogramm berücksichtigt. Bei den elf Häusern „mit Defiziten“ seien die Mängel beseitigt oder entschärft worden. Der Magistrat betont, er sei seiner Betreiberverantwortung nachgekommen. 

Die Infrastruktur der Feuerwehr ist teils sehr unterschiedlich. So stammt die älteste Wache aus dem Jahr 1901 – die Wache 2 der Berufsfeuerwehr in der Heinrichstraße im Gallus. Zuletzt entstanden 2015 die Feuer- und Rettungswache 20 in Gateway Gardens und 2016 die Feuer- und Rettungswache 21 am Erich-Ollenhauer-Ring in der Nordweststadt neu. Anfang November ging das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Griesheim in Betrieb. Es kostete 4,9 Millionen Euro.

Investiert hat die Stadt in diesem Jahrhundert bereits reichlich. So datieren alle Häuser der Berufsfeuerwehr auf Baudaten aus diesem Jahrtausend – mit zwei Ausnahmen. Neben der Wache 2 ist auch die Feuer- und Rettungswache 10 in Nieder-Eschbach älteren Baujahrs, sie wurde 1972 errichtet und 2009 nur umgebaut. Die beiden ältesten Häuser der Freiwilligen sind die in Bergen von 1974 und in Enkheim von 1975.

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Informationsfahrt 2025 für Wehrführungen nach Köln

Frankfurt am Main/Köln. - Hier schon einmal vorab schöne Impressionen der diesjährigen Informationsfahrt für Wehrführungen und den Kreisfeuerwehrverbands-Vorstand zu den Kameradinnen und Kameraden der befreundeten Feuerwehr Köln.

Im Ehrenamt haben sie langen Atem bewiesen

Rund 200 Bürger sind für mehr als 25 Jahre im Dienst der Allgemeinheit ausgezeichnet worden

Rund 200 Bürger sind in der Paulskirche mit Römerplaketten in Platin geehrt worden. Die Stufe ist neu: Dafür muss man mehr als 25 Jahre ehrenamtlich tätig sein. © Salome RoesslerFrankfurter Westen – Mehr als 200 ehrenamtlich Aktive sind am Montagabend in der Paulskirche mit der Römerplakette in Platin für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Im Namen der Stadt haben Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Oberbürgermeister Mike Josef die Auszeichnung überreicht – und zwar an Menschen, die sich in Ortsbeiräten, als Stadtbezirksvorsteherin oder Stadtbezirksvorsteher, als Sozialpflegerin oder auch im Katastrophenschutz engagieren. 

Die Römerplakette in Platin wurde zum ersten Mal verliehen. Damit werden Menschen geehrt, die sich mehr als 25 Jahre in besonderer Weise für Frankfurt engagieren. Bisher wurde die Auszeichnung schon in den Stufen Bronze nach mehr als 10-jähriger, in Silber nach mehr als 15-jähriger und in Gold nach mehr als 20-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit vergeben. Der Oberbürgermeister sagte: „Sie alle zeigen mit Ihrem Engagement: Ehrenamt ist nichts Nebensächliches. Es ist ein Fundament – ein Fundament für unsere Stadtgesellschaft, für Vertrauen und für Zusammenhalt.“

Auch zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Frankfurter Westen wurden geehrt. Einen besonderen Platz nimmt dabei Albrecht Fribolin ein: Der Sindlinger ist seit 1. März 1980, also seit mehr als 45 Jahren, Mitglied der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 6. Kein Ortsbeiratsmitglied in Frankfurt ist länger ehrenamtlich in einem Stadtteilparlament aktiv. Zur Kommunalwahl im kommenden März tritt Fribolin nicht mehr an. 

Hier die restlichen Namen: Maria Berk (Sozialbezirksvorsteherin und Katastrophenschutzhelferin beim Roten Kreuz), Roswitha Bocklet (Sozialpflegerin), Dagmar Burggraf (Sozialpflegerin), Claudia Ilg (Kinderbeauftragte), Judith Hahn (Sozialpflegerin), Dr. h.c. Markus Heuser (Katastrophenschutz/Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e.V.), Theodor Jost (Sozialpfleger), Tekin Karahasan (Katastrophenschutz/Rotes Kreuz), Michael Kutschke (Katastrophenschutz/ASB), Jürgen Lieske (Katastrophenschutz/Rotes Kreuz), Anita Ließmann (Sozialpflegerin), Gisela Lünzer (Sozialbezirksvorsteherin und Katastrophenschutz Rotes Kreuz), Hans-Günter Neidel (Sozialbezirksvorsteher), Christa Neuser (Sozialpflegerin), Gerhard Obermann (Katastrophenschutz/THW), Gerhard Ploog (Katastrophenschutz/THW), Birgit Puttendörfer (Ortsbeirätin und ehem. Stadtverordnete), Helen Rabe-Weber (Sportkommission), Gisela Remmert (Sozialpflegerin), Peter Schlimme (Sozialpfleger), Thomas Schlimme (ehem. Ortsbeirat und Stadtverordneter), Gerda Schneider (Sozialpflegerin), Hartmut Schulz (Katastrophenschutz/THW), Marion Weil-Döpel (ehem. Stadtverordnete und Kinderbeauftragte), Christine Werkmeister (Sozialpflegerin) und Helga Wildhort (Sozialpflegerin). 

Dazu kommen noch Jennifer Altersberger, Sven Bergner, Wolfgang Böhm, Olav Demuth, Andreas Faller, Mathias Geis, Annette Heise, Stefan Jüptner, Ralf Klabunde, Markus König, Christian Koschorreck.  Michae