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Delegierte des Kreisfeuerwehrverbandstages 2017 beschlossen Ehrenmitgliedschaft

Frankfurt. - Im Zeitraum von 2006 bis 2016 war der Praunheimer Peter Kraft ehrenamtlicher Stadtbrandinspektor der Mainmetropole und damit Vertreter aller 29 Freiwilligen Feuerwehren Frankfurts und darauf kann er zurecht stolz sein. Davor war er bereits von 1996 bis 2006 Stellvertreter von Stadtbrandinspektor Bernd Reuß+. In den letzten Jahren hatte der erfolgreiche Stadtbrandinspektor Kraft in enger Zusammenarbeit mit der Branddirektion Frankfurt und Stadtrat Markus Frank viel zu koordinieren und zu planen: von einem neuen Fahrzeugkonzept über das inzwischen 3. Feuerwehrhaus-Prioritätenprogramm bis hin zur Umsetzung der aktuellen Flüchtlingshilfe in Frankfurt am Main war alles vertreten. „Das Ganze immer ehrenamtlich neben meiner vollen Beschäftigung als hauptamtlicher Feuerwehrmann bei der Werkfeuerwehr Fraport am Frankfurter Flughafen seit 1991“. Im Rahmen seiner Tätigkeiten als „oberster freiwilliger Feuerwehrmann Frankfurts“ war Kraft als Fachberater auch Mitglied im Katastrophenschutzstab der Stadt Frankfurt am Main. Nach insgesamt zwei vollen Amtsperioden als „Chef“ war im vergangenen Jahr Schluß. Es war ein geplanter Wechsel: Peter Kraft übergab in 2016 die Aufgaben des Stadtbrandinspektors und gleichzeitig Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes an seinen damaligen Stellvertreter Dirk Rübesamen aus Nieder-Erlenbach. „Man soll dann auch ein Amt abgeben können, wenn es am Schönsten ist“, ging Kraft seinerzeit auch mit etwas Wehmut. Doch als Beisitzer will er auch weiterhin den Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes auch gerne weiterhin „mit Rat und Tat“ unterstützen.

Seit inzwischen weit mehr als 30 Jahren schlüpft Peter Kraft regelmäßig in seine blaue Jacke mit dem Frankfurter Feuerwehr-Emblem und darauf ist Kraft stolz: „Feuerwehrmann zu sein, ist für mich keine bloße Aufgabe, es war und ist für mich eine Berufung“. In zusammengerechnet rund elf Organisationen rund um die Brandbekämpfung setzte der engagierte Praunheimer Kraft seine Leidenschaft zu helfen ehrenamtlich in die Tat um. Der Ehrenbrief des Landes Hessen war nur eine hohe Auszeichnung hierfür.

Eines der Highlight`s in seiner beruflichen Karriere als Werkfeuerwehrmann: „da waren auch exotische Einsätze dabei, zum Beispiel, als wir einmal den Flughafen sperren mussten, um entlaufene Skorpione wieder einzufangen“, lacht Kraft im Nachhinein.

Fragt man ihn, wie er all diese Aufgaben jahrelang unter einen Hut bekommen hat, ist für ihn der Fall klar: „Ohne den Rückhalt meiner Familie wäre da gar nichts gegangen. Meine Frau Birte und meine vier Kinder mußten da oft zurückstecken“, bedankt sich Kraft immer wieder bei seiner Familie für das große Verständnis. Peter Kraft`s Energiequelle seines bisherigen Tuns: „um das enorme Arbeitspensum zu bewältigen und den Kopf frei zu bekommen, absolvierte ich seinerzeit zeitweise zwei Marathons im Jahr. Zum Training joggte ich meist sonntagmorgens durch den nahen Niddapark“, erzählt er.

Peter Kraft kann auf eine langjährige Karriere bei der Freiwilligen Feuerwehr zurückblicken: bereits 1978 begann er als Nachwuchsbrandbekämpfer klassisch bei der Jugendfeuerwehr, die er Anfang 1981 in Richtung Einsatzabteilung verließ, zunächst in Praunheim, danach bis heute im Stadtteil Niederursel. Kraft arbeitete sich von der Pike auf vom Feuerwehrmann (1983) bis zum Hauptbrandmeister (2007) hoch. 2006 wurde er schließlich in einer Vollversammlung der Frankfurter Freiwilligen Feuerwehr zu deren Stadtbrandinspektor und gleichzeitig 1. Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt, bis zum vergangenen Jahr 2016.

Für sein vielschichtiges Wirken im Feuerlöschwesen erhielt der ehemalige Stadtbrandinspektor bisher viele Auszeichnungen: u. a. das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber(2005), das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande(2009), den Ehrenbrief des Landes Hessen(2009), den begehrten Bürgerpreis der Stadt Frankfurt am Main im Jahre 2010 sowie die Verdienstmedaille am Bande in Gold des eigenen Kreisfeuerwehrverbandes.

Doch nicht nur bei der Feuerwehr war er präsent, wenn es „brannte“: er ist Sportübungsleiter und spendet außerdem regelmäßig Blut - bereits rund 30 Liter in über 15 Jahren. Außerdem sitzt der engagierte Praunheimer im Vorstand des Vereinsrings Praunheim und war jahrelang auch sozialpolitisch engagiert als VdK-Vorsitzender des OV Praunheim/Römerstadt, gemäß dem Motto: „Eine passive Mitgliedschaft, das ist nichts für mich, wenn ich irgendwo mitmache, dann mach ich das richtig oder garnicht“.

So war und ist Stadtbrandinspektor a.D. Peter Kraft auch immer ein vehementer Verfechter einer Feuerwehr in Frankfurt am Main gewesen und lobt ausdrücklich „die sehr gute, fruchtbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vielen Jahren mit der Branddirektion Frankfurt am Main und an ihrer Spitze Prof. Dipl.-Ing. Reinhard Ries.“

Nach Jahren des Ideen-Inputs und der engagierten Führung hat der gelernte Werkzeugmacher und Feuerwehr-Experte aus Praunheim nun endlich seit letztem Jahr wieder mehr Zeit für seine Frau Birte, seine vier Kinder und Enkel, denn Opa ist er ja inzwischen auch schon lange. Aber eines dürfte klar sein: Der freiwilligen Feuerwehr wird Peter Kraft immer treu bleiben - ganz an den Nagel hängen wird er seine Feuerwehrjacke mit dem Frankfurt-Adler wohl nie...